Schwangerschaft
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Vorsorgeuntersuchungen
Wozu dienen Vorsorgeuntersuchungen?
Sie gehen zur Vorsorge, um die Gesundheit Ihres Kindes und Ihre eigene zu schützen bzw. zu erhalten
Die Untersuchungen, die durchgeführt werden, variieren von Frau zu Frau. Sie sind abhängig vom Gesundheitszustand der Schwangeren und des Kindes.
Eine Schwangerschaft ist zwar keine Krankheit, aber doch nicht ohne Risiken. Sie sollten deshalb regelmäßig die Untersuchungen wahrnehmen.
Allgemeines
Bei einem unkomplizierten Schwangerschaftsverlauf gehen Sie bitte
- im 1. bis 4. Monat alle 4 Wochen
- im 5. bis 7. Monat alle 3 Wochen
- im 8. bis 9. Monat alle 2 Wochen und
- im 10. Monat jede Woche zu den Untersuchungen.
Haben Sie Mehrlinge, müssen sie häufiger zu den Untersuchungen
- im 1. bis 3. Monat alle 3 Wochen
- im 4. bis 6. Monat alle 2 Wochen und
- vom 7. Monat bis zur Geburt alle 1 - 2 Wochen.
Bei Risikoschwangerschaften werden zusätzliche Untersuchungen durchgeführt.
Bei dieser Schwangerschaft besteht eine erhöhte Gefährdung für Mutter und Kind. Bereits zu Beginn einer Schwangerschaft können Risikofaktoren bestehen, wie zum Beispiel:
- Diabetes mellitus
- erhöhter Blutdruck der Mutter
- Schwangerschaft nach mehreren Fehlgeburten
- Komplikationen bei früheren Geburten
- das Alter der Schwangeren ist unter 18 Jahre oder über 35 Jahre
- Mehrlingsschwangerschaft
- anhaltender Alkohol-, Nikotin- oder Drogenkonsum
Andere Risiken stellen sich erst im Laufe der Schwangerschaft heraus, wie zum Beispiel Infektionen.
Es gibt Routineuntersuchungen. Zu Ihnen gehören:
- Die Anamnese: Es wird der Geburtstermin ausgerechnet und alles über die Schwangerschaft (z.B. Einnahme von Produkten mit Folsäure und Metafolin®), (Vor-)Erkrankungen, aktuelle Beschwerden etc. besprochen.
- Sie werden gewogen und Ihr Leibesumfang wird gemessen. Normal ist eine Gewichtszunahme während der Schwangerschaft von 10-12 kg.
- Ihr Blutdruck wird gemessen.
- Ihr Urin wird auf Bakterien, Proteine, Glucose und Leukozyten kontrolliert. Proteine im Urin weisen auf eine Spätgestose (eine durch die Schwangerschaft bedingte Erkrankung) hin, ein erhöhter Glucosespiegel im Blut auf einen Schwangerschaftsdiabetes. Sind vermehrt Bakterien oder Leukozyten (weiße Blutkörperchen) im Urin, deutet dies auf eine Infektion hin.
- Blutentnahmen: Ihre Blutgruppe wird festgestellt. In regelmäßigen Abständen wird Ihr Hb-Wert (Eisenwert) bestimmt. Ein Eisenmangel ist bei Schwangeren häufig festzustellen. Bei einem starken Eisenmangel ist es notwendig hochdosierte Eisenpräparate einzunehmen. Weiterhin wird Ihr Blut auf verschiedene Infektionen getestet, da diese Ihr Kind in der Gebärmutter schädigen können. In der Frühschwangerschaft handelt es sich um Syphilis, Röteln und HIV. In der Spätschwangerschaft wird Ihr Blut auf Hepatitis B untersucht, da Ihr Kind sich nach der Geburt infizieren kann und dann eine Impfung notwendig ist. Je nach Infektionszeichen der Schwangeren und eventuellen Risikofaktoren werden weitere Untersuchungen des Blutes vorgenommen (zum Beispiel Toxoplasmose) und/oder Blutuntersuchungen wiederholt.
- Untersuchung Ihres Körpers: Ihre Brust wird abgetastet und der Stand Ihrer Gebärmutter kontrolliert. Mit speziellen Handgriffen wird die Lage und Stellung Ihres Kindes in Ihrem Bauch festgestellt.
- Es folgt die Kontrolle von Portio (Teil des Gebärmutterhalses) und Muttermund. Weiterhin werden Abstriche entnommen, um vaginale Infektionen frühzeitig erkennen zu können.
- Sonographie (Ultraschall): Es sind drei Sonographien während der Schwangerschaft vorgesehen. In der 9. bis 12., der 19. bis 22. und der 29. bis 32. Schwangerschaftswoche. Die Praxen führen aber meist mehr Sonographien durch. Je nach Schwangerschaftswoche dient die Sonographie der Feststellung einer Schwangerschaft sowie der Feststellung von Mehrlingsschwangerschaften, dem Abschätzen des Geburtstermins und der Beurteilung der Fruchtwassermenge. Man sieht, wie Ihr Kind sich entwickelt und kann Herztöne und Bewegungen überprüfen. Außerdem kontrolliert Ihr Arzt Ihre Gebärmutter auf Veränderungen und sucht nach möglichen Fehlbildungen des Kindes.
- CTG: In der zweiten Schwangerschaftshälfte werden CTG (cardio tokographie) durchgeführt. Bei einem CTG werden die kindlichen Herztöne und die Wehentätigkeit aufgezeichnet. Dies gibt Aufschluss über das Befinden des Kindes in der Schwangerschaft.