Ernährung - Kinderwunsch

Ernährung bei Kinderwunsch

Essen fürs Baby - schon vor der Schwangerschaft

Gesunde Ernährung war vielleicht jahrelang nicht gerade Ihr wichtigstes Thema. Schnell, unregelmäßig, meist vorgefertigt – so essen junge Frauen üblicherweise. Im Job bleibt oft nicht viel Zeit für „Esskultur“. Statt nach Vitaminen und Nährstoffen zu gucken, zählt man eher die Kalorien.


Das wird sich ändern, spätestens in der Schwangerschaft. Noch besser wäre allerdings ein kritischer Blick auf die eigenen Ernährungsgewohnheiten, bevor der Teststreifen rot anzeigt.

Gesunde Ernährung

Verspüren Sie schon leichte Panik, wenn nur der Begriff „gesunde Ernährung“ fällt? Keine Angst, hier geht es nicht (nur) um eine Streichliste, sondern überwiegend um das Ersetzen von weniger gesundheitsförderlichen Lebensmitteln durch wertvollere. Ersatzlos streichen sollten Sie lediglich Zigaretten und Alkohol – die ersteren grundsätzlich und lebenslang, den zweiten bis Sie das geplante Kind gezeugt, geboren und abgestillt haben. Das klingt zwar schrecklich lange, wurde aber bisher von den meisten Müttern problemlos durchgehalten.

Auf was sollte ich verzichten, wenn ich schwanger bin?

Auf Alkohol und Zigaretten sollten Sie verzichten, wenn Sie schwanger sind. Denn bis Sie wissen, dass Sie schwanger sind, hat das Kind schon eine Vielzahl von entscheidenden Entwicklungsschritten vollzogen, bei denen es dann Tabakgiften und Alkohol ausgesetzt war. Außerdem beeinträchtigen beide die Fruchtbarkeit.

Wertvoll statt gehaltfrei

Fertiggerichte, Weißmehlprodukte und Snacks enthalten zwar reichlich Kalorien, zuviel Fett, Zucker und Konservierungsstoffe, aber zu wenig wertvolle Nährstoffe, Vitamine und Mineralien. Wenn Sie bereits vor der Schwangerschaft ihre Ernährung entsprechend umstellen, können Sie Ihre Mineral- und Vitaminspeicher schon mal auffüllen. Das klappt zwar nicht bei allen Vitaminen – einige kann der Körper nicht längerfristig speichern – aber insgesamt lohnt sich die Vorsorge.

Ernährungspyramide

Die beste Orientierung für eine ausgewogene Ernährung bietet die altbekannte Ernährungspyramide.

Wenn Sie diese Mengenverhältnisse der Lebensmittelgruppen berücksichtigen, liegen Sie mit Ihrer Ernährung auf jeden Fall richtig, ohne sich ständig kasteien und auf bestimmte Speisen komplett verzichten zu müssen. Ein weiteres Plus ist der Wechsel auf Vollkorn-Varianten der kohlenhydratreichen Lebensmittel: Vollkornpasta, Vollkornbrot, Vollkornreis – speziell von letzterem gibt es mehrere Varianten, die ausnehmend gut schmecken. Probieren Sie z.B. den nussigen, auch optisch hochattraktiven roten Camargue-Reis. Vollkornprodukte bieten mehrere Vorteile: zum einem enthalten sie mehr Vitamine, mehr pflanzliches Eiweiß und mehr Mineralstoffe, zum anderen kurbeln sie durch ihren hohen Ballaststoffgehalt die Verdauung an. Das ist gut, da viele Frauen während der Schwangerschaft zu Verstopfung neigen, auch wenn sie sonst keine Probleme mit der Verdauung haben. Vermutlich bremsen Schwangerschaftshormone die Darmtätigkeit.