Vorsorgeuntersuchungen Nicht invasive Methoden

Vorsorgeuntersuchungen

Wozu dienen Vorsorgeuntersuchungen?

Sie gehen zur Vorsorge, um die Gesundheit Ihres Kindes und Ihre eigene zu schützen bzw. zu erhalten.

Die Untersuchungen, die durchgeführt werden, variieren von Frau zu Frau. Sie sind abhängig vom Gesundheitszustand der Schwangeren und des Kindes.

Eine Schwangerschaft ist zwar keine Krankheit, aber doch nicht ohne Risiken. Sie sollten deshalb regelmäßig die Untersuchungen wahrnehmen.

Nicht invasive Methoden

Die nicht invasiven Methoden sind für Mutter und Kind unbedenklich. Meist können sie zu jeder Zeit der Schwangerschaft durchgeführt werden.

Ultraschall

Was ist ein Ultraschall und wann wird er durchgeführt?
Ein Feinultraschall ist ein Ultraschall durch ein besonders hoch aufgelöstes Ultraschallgerät. Durchgeführt wird dieser nur von qualifizierten Ärzten. Diese Untersuchung ist von der 19. bis 22. Schwangerschaftswoche möglich.

Welche Erkrankungen werden bei einem Ultraschall untersucht?
Durch den Ultraschall kann ein Fehlen von Organen oder eventuelle Fehlbildungen von Organen festgestellt werden. Der Arzt kann die zeitgerechte Organentwicklung des Kindes beurteilen.

Nackentransparenzmessung (Nackendichtenmessung)

Aufgrund der möglichen Konsequenzen dieser Untersuchung bedarf es zuvor stets ausführlicher und verständlicher Aufklärung und Beratung sowie der Zustimmung der Schwangeren.

Was ist eine Nackentransparenz?
Eine Nackentransparenz bezeichnet eine Flüssigkeitsansammlung unter der Haut im Nackenbereich des Kindes. Diese tritt zwischen der 11. und 14. Schwangerschaftswoche auf und bildet sich im weiteren Verlauf der Schwangerschaft wieder zurück.

Was ist eine Nackentransparenzmessung und wann wird sie durchgeführt?
Bei einer Nackentransparenzmessung wird die Nackendichte des Kindes mit Hilfe eines Ultraschalls gemessen. Ein erhöhter Wert der Nackendichte kann ein Hinweis auf eine Chromosomenabweichung wie beim Down-Syndrom ("Mongoloismus") sein oder auf einen Herzfehler hinweisen.

Sie wird zwischen der 11. und 14. Schwangerschaftswoche durchgeführt.

Da es auch zu falsch-positiven Ergebnissen kommen kann, ist bei einem auffälligen Ergebnis eine weitere Abklärung durch eine Fruchtwasserpunktion, oder eine Chorionzottenbiopsie (dabei werden Chorionzotten aus der Plazenta gewonnen um eine Erbgutanalyse zu erstellen) nötig.

Triplediagnostik

Hier wird die Konzentration von drei Stoffen im Blut der Mutter getestet. Hierzu gehören der Eiweißstoff AFP (Alpha- Fetoprotein), die Hormone HCG (Human es Chorion Gonadotropin) und (das freie) Östriol.

Bei diesem Test wird das statistische Risiko für ein Down-Syndrom und für einen Neuralrohrdefekt berechnet. Der günstigste Zeitpunkt für diese Untersuchung liegt zwischen der 15. und 20. Schwangerschaftswoche.

Die Triplediagnostik ist aufgrund ihrer hohen Kosten sowie falsch-positiver, selten auch falsch-negativer, Ergebnisse sehr umstritten. Da also keine sichere Diagnosestellung möglich ist, erfordert ein auffälliger Befund stets weitergehende Abklärung durch Sonographie (Ultraschall) oder eine Fruchtwasserpunktion (Amniozentese).