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Alkoholkonsum in der Schwangerschaft

Alkoholkonsum in der Schwangerschaft

Natürlich wissen werdende Mütter, dass Alkohol in der Schwangerschaft tabu ist. Dennoch sind sich einige unsicher, ob ein Schlückchen Sekt dann und wann wirklich schaden kann. Alkohol ist in unserer Gesellschaft sehr präsent. Zum Beispiel bei Feiern im Familien- oder Kollegenkreis, aber auch als Belohnung nach einem harten Arbeitstag. Viele Mythen ranken sich um die Wirkung von Alkohol und nicht immer fällt es leicht, entschieden abzulehnen, wenn man ihn angeboten bekommt. Vor allem wenn man unsicher ist, welchen Einfluss er auf die Entwicklung des Embryos wirklich hat. Im folgenden Artikel wollen wir deshalb genau hinschauen und die Auswirkungen von Alkohol auf den Fötus untersuchen. Welche Erkenntnisse gibt es heute über die Wirkung von Alkohol auf das ungeborene Kind? Wie wirkt sich Alkohol auf die Fruchtbarkeit von Männern und Frauen aus? Und welchen Einfluss hat Alkohol auf die befruchtete Eizelle in der Frühschwangerschaft?

 

Wie wirkt sich Alkohol auf das ungeborene Kind aus?

Das Kind ist über die Nabelschnur mit der Plazenta verbunden. Diese befindet sich an der Gebärmutterwand und wird von Blutgefäßen der Mutter und des Kindes durchwoben. Über die Plazenta ist das Kind mit dem Blutkreislauf der Mutter mittelbar verbunden und die Plazenta ernährt so auch das Kind während seiner Entwicklung im Mutterbauch. Die Blut-Plazentaschranke wird nur von kleinsten Partikeln überwunden. Nährstoffe, Sauerstoff und einige Medikamente können passieren. Bakterien und Viren können durch die Plazentaschranke vom Kind ferngehalten werden. Bei Alkohol ist die Plazenta jedoch leider keine Wunderwaffe der Natur. Alkoholmoleküle können die Plazenta ungehindert passieren. Die Folge: Der Embryo hat schnell die gleiche Alkoholkonzentration im Blut wie die Mutter. Sein kleiner Organismus ist diesem Stoff aber natürlich nicht gewachsen. Die Leber des Embryos besitzt weder die notwendigen Enzyme noch die notwendige Reife, um den Alkohol wieder abzubauen. Deshalb wird die Einwirkzeit des Alkohols auf das ungeborene Baby verlängert.

Alkohol ist ein Zellgift, er wirkt sich negativ auf die Zellteilung aus. Von Alkoholeinfluss sind deshalb besonders die Organe betroffen, die einen erhöhten Stoffwechsel und eine hohe Wachstumsrate haben. Wie beispielsweise eine befruchtete Eizelle. Alkohol ist damit ein Risikofaktor für Fehlgeburten.

Nach der Einnistung, also etwa ab der 3. Schwangerschaftswoche ist der Embryo mit dem Blutkreislauf der Mutter mittelbar verbunden. Er wird über diesen Blutkreislauf mit Nährstoffen versorgt. Der von der Mutter konsumierte Alkohol landet direkt auch beim Fötus.

Der Konsum von Alkohol kann zu einem verminderten Wachstum des Babys führen. Auch auf das Nervensystem kann sich der giftige Stoff auswirken. Nervenbahnen im Gehirn können geschädigt oder nicht korrekt ausgebildet werden. Lebenslange geistige Beeinträchtigungen können die Folge des Trinkens in der Schwangerschaft sein. Neurologische Probleme sind die häufigste Folge von Alkoholkonsum in der Schwangerschaft.

In besonders massiven Fällen von Alkoholmissbrauch während der Schwangerschaft kann es zu einem spezifischen Krankheitsbild kommen: Dem Fetalen Alkoholsyndrom (FAS). Die Symptome sind komplex und reichen von sichtbaren Anzeichen wie verkürzten Lidspalten, einer schmalen Oberlippe, kleinen Augen und kleineren Köpfen über kognitive Einschränkungen bis hin zu Verhaltensstörungen.

 

Welchen Effekt hat Alkohol auf die Fruchtbarkeit von Männern und Frauen?

Die Studienlage ist nicht eindeutig, was moderaten Alkoholkonsum betrifft. Ab 5 Einheiten Alkohol pro Woche (eine Einheit entspricht einer Flasche Bier oder einem Glas Wein) ist sich die Wissenschaft einig: Übermäßiger Alkoholkonsum verringert die Spermienqualität. Laut einer dänischen Studie hatten starke Trinker eine um 33% verringerte Spermienzahl. Von den verbleibenden war etwa die Hälfte deformiert. Auch bei Frauen gilt, dass Alkoholkonsum die Fruchtbarkeit mindert.

 

Wie viel Alkohol ist schädlich?

Keine Frage: Wer über Nachwuchs nachdenkt, sollte nicht zu tief ins Glas schauen. Aber wie wirkt sich Alkohol überhaupt auf die menschliche Gesundheit aus? Eine aktuelle und sehr umfangreiche Studie mit 28 Millionen Teilnehmern aus 200 Ländern, die im Fachblatt „The Lancet“ veröffentlicht wurde, ist dieser Frage nachgegangen. Ihr Fazit lautet: Auch geringste Mengen Alkohol sind schädlich für die Gesundheit. Es gibt also keine Entwarnung: Alkohol ist und bleibt ein problematisches Genussmittel. Selbst wenn es schwerfällt; in der Schwangerschaft solltest du am besten komplett auf Alkohol verzichten.

 

Alkohol in der Kinderwunschphase?

Eine abstinente Phase einzulegen, ist für Paare mit Kinderwunsch mit Sicherheit eine gute Idee. Und es gibt ja so viele andere Dinge, die gemeinsam Spaß machen. Viel Bewegung an der frischen Luft, ein leckeres Essen zuhause oder im Restaurant, entspannte Stunden zu zweit: All das ist gut für die Harmonie zwischen euch, eure Gesundheit und die Empfängnisbereitschaft. Legt euren Fokus in dieser neuen Zeit einfach auf Dinge, die gut für euch sind und als Paar Freude bereiten. So erhöht ihr eure Chancen, bald Eltern zu werden am besten!

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Die ergänzende Aufnahme von Folsäure erhöht bei Schwangeren den Folatspiegel. Ein niedriger Folatspiegel bei Schwangeren ist ein Risikofaktor für die Entstehung von Neuralrohrdefekten beim heranwachsenden Fötus. Dafür sollten zusätzlich täglich 400 μg Folsäure über einen Zeitraum von mindestens einem Monat vor und bis zu drei Monaten nach der Empfängnis eingenommen werden. Ein Neuralrohrdefekt ist durch mehrere Risikofaktoren bedingt. Die Veränderung eines Risikofaktors kann eine positive Wirkung haben oder auch nicht. Folat trägt zum Wachstum des mütterlichen Gewebes während der Schwangerschaft bei, einschließlich der Entwicklung der Plazenta. Die Einnahme von DHA (mehrfach ungesättigte Omega-3-Fettsäure) durch die Mutter trägt zur normalen Entwicklung des Gehirns und der Augen des Fötus und gestillten Säuglings bei. Die positive Wirkung von DHA tritt ein, wenn zusätzlich zu der für Erwachsene empfohlenen Tagesdosis an Omega-3-Fettsäuren (d.h. 250 mg DHA und EPA) täglich 200 mg DHA eingenommen werden.

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