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Was ist Cholin? - Wissenswertes über Cholin

Was ist Cholin?

Cholin ist ein Nährstoff, der oft der Gruppe der Vitamine zugeordnet wird. Obwohl Cholin vom menschlichen Körper hergestellt werden kann, ist diese Synthese nicht immer ausreichend. Daher stellt Cholin einen wichtigen Bestandteil bei der Ernährung dar. Aus diesem Grund sollte darauf geachtet werden, Cholin mit der Nahrung und/oder Nahrungsergänzungsmitteln aufzunehmen.

 

Kann mein Körper Cholin herstellen?

Cholin kann im menschlichen Körper von der Leber hergestellt werden (hauptsächlich in Form von Phosphatidylcholin, auch als Lecithin bekannt). Die hergestellten Mengen reichen aber unter Umständen nicht aus, um die Anforderungen des menschlichen Körpers zu erfüllen, insbesondere in wichtigen Lebensphasen, z. B. in der Schwangerschaft oder Stillzeit. Darum spielen Lebensmittel und Nahrungsergänzungsmittel eine wichtige Rolle.

 

Welches sind gute Nahrungsquellen für Cholin?

Vor vierzig Jahren konsumierten Frauen in der Regel mehr cholinangereicherte Lebensmittel als heutzutage.1 Cholin ist hauptsächlich in tierischen Produkten enthalten, wie Rindfleisch, Hähnchen, Leber, Eier, Fisch und Milch. Bei diesen Nahrungsmitteln wird das meiste Cholin in Form von Phosphatidylcholin in Zellmembranen gespeichert. Einige pflanzliche Nahrungsmittel wie Sojabohnen, Kidneybohnen, Brokkoli und Blumenkohl können ebenfalls Cholin enthalten, obwohl die Mengen in der Regel niedriger sind. Aus diesen Gründen sollten Verbraucher, die nur wenig Fleisch verzehren, sowie Vegetarier und Veganer insbesondere auf ihren Cholin-Konsum achten.

 

Wie viel Cholin ist ausreichend, wenn ich schwanger bin oder stille?

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat für erwachsene Frauen einen täglichen Bedarf von 400 mg Cholin festgestellt. In der Schwangerschaft erhöht sich der Bedarf auf 480 mg pro Tag, um das Wachstum des Fötus und Veränderungen in Bezug auf die Maße und Zusammensetzung des Körpers der Mutter zu berücksichtigen. In der Stillphase erhöht sich der Bedarf weiter auf 520 mg pro Tag, um der Tatsache Rechnung zu tragen, dass Cholin in die Muttermilch abgegeben wird. Weil Cholin ein entscheidender Bestandteil der Muttermilch ist, wurde die Zugabe von Cholin in Säuglingsanfangsnahrung als verpflichtend erklärt.2, 3

 

Wie viel Cholin nehme ich normalerweise jeden Tag auf?

Eine vielfältige und ausgewogene Ernährung, die Fleisch, Eier und Milchprodukte umfasst, kann normalerweise die empfohlene Menge von Cholin zur Verfügung stellen. Nährstoffaufnahmedaten zeigen jedoch, dass die Tendenz einer Unterversorgung mit Cholin besteht. Die durchschnittliche Aufnahme bei europäischen Erwachsenen4 wird mit 291-468 mg pro Tag angegeben, wobei europäische Frauen durchschnittlich 321 mg pro Tag zu sich nehmen. Eine Studie von schwangeren europäischen Frauen zeigte eine mittlere Schätzung der Gesamtaufnahme von Cholin von 356 mg pro Tag.3

 

Ist mein Bedarf an Cholin in der Schwangerschaft oder Stillzeit erhöht?

Ja, wie sich aus den Ernährungsempfehlungen zeigt, steigt der Bedarf an Cholin während der Schwangerschaft um 20 % und in der Stillzeit um 30 %. Dies ist auf das Wachstum des Fötus, die Änderungen der Maße und Zusammensetzung des Körpers und der zusätzlichen Abgabe von Cholin in die Muttermilch zurückzuführen.

 

Wird Cholin auf mein Kind übertragen, wenn ich schwanger bin?

Der wachsende Fötus erhält während der Schwangerschaft eine große Menge an Cholin. Dies ist gut belegt, da Studien zeigen, dass Säuglinge mit Cholinkonzentrationen geboren werden, die dreimal so hoch sind wie die Blutkonzentrationen der Mütter.5

 

Was bewirkt Cholin?

Mehr und mehr Forschungsdaten zeigen, dass Cholin eine wichtige Rolle beim Fettstoffwechsel, einschließlich Transport von Fetten, spielt und in Form von Phosphatidylcholin (Phospholipid) ein wichtiger Bestandteil unserer gesamten Zellmembranen ist. Zusätzlich trägt Cholin zu einem normalen Homocystein-Stoffwechsel bei, der auch in der Schwangerschaft wichtig ist.

 

Benötigen ich und mein Baby Cholin?

Cholin muss aus Nahrungsmitteln oder Nahrungsergänzungsmitteln aufgenommen werden, weil der Körper dieses nicht immer in ausreichenden Mengen herstellt. Die Schwangerschaft ist eine Phase, in der der Bedarf an Cholin besonders hoch und im Vergleich zu nicht schwangeren Frauen um 20 % erhöht ist. Der wachsende Säugling im Mutterleib scheint einen hohen Bedarf an Cholin aufzuweisen. Daher ist es wichtig, ausreichende Mengen an Cholin mit der Nahrung oder Nahrungsergänzungsmitteln aufzunehmen.

 

Befindet sich Cholin in der Muttermilch? Hängt die Menge von Cholin in der Muttermilch von meiner Cholin-Aufnahme ab?

Ja, in der Muttermilch befinden sich große Mengen von Cholin. Forschungsergebnisse6 zeigen, dass in der Stillzeit Stoffwechselveränderungen stattfinden, elche die Cholin-Versorgung beim Stillen erhöhen. Die mütterliche Cholin-Aufnahme (d.h. aus der Nahrung und aus Nahrungsergänzungsmitteln) hat erwiesenermaßen ebenfalls einen Einfluss auf den Gehalt von Cholin in der Muttermilch.

  1. Zeisel SH (2011). Semin Cell Dev Biol 22(6):624-8.

  2. EFSA Journal 2016;14(8): 4484.

  3. EU Regulation 2016/127 berücksichtigt die Anforderungen bezüglich Zusammensetzung und Angaben bei der Säuglingsanfangsnahrung und -folgenahrung.

  4. Vennemann FBC et al. (2015). British Journal of Nutrition 114: 2046-2055.

  5. Caudill MA (2010). J Am Diet Assoc 110(8): 1198-206.

  6. Davenport C et al. (2015). J NutrBiochem26(9): 903-11.

*Femibion®-Produkte enthalten Folat („Folsäure Plus“, eine Kombination aus Folsäure & Metafolin®) & weitere ausgewählte Nährstoffe; Femibion® 2 & 3 enthalten außerdem Docosahexaensäure (DHA).

Die ergänzende Aufnahme von Folsäure erhöht bei Schwangeren den Folatspiegel. Ein niedriger Folatspiegel bei Schwangeren ist ein Risikofaktor für die Entstehung von Neuralrohrdefekten beim heranwachsenden Fötus. Dafür sollten zusätzlich täglich 400 μg Folsäure über einen Zeitraum von mindestens einem Monat vor und bis zu drei Monaten nach der Empfängnis eingenommen werden. Ein Neuralrohrdefekt ist durch mehrere Risikofaktoren bedingt. Die Veränderung eines Risikofaktors kann eine positive Wirkung haben oder auch nicht. Folat trägt zum Wachstum des mütterlichen Gewebes während der Schwangerschaft bei, einschließlich der Entwicklung der Plazenta. Die Einnahme von DHA (mehrfach ungesättigte Omega-3-Fettsäure) durch die Mutter trägt zur normalen Entwicklung des Gehirns und der Augen des Fötus und gestillten Säuglings bei. Die positive Wirkung von DHA tritt ein, wenn zusätzlich zu der für Erwachsene empfohlenen Tagesdosis an Omega-3-Fettsäuren (d.h. 250 mg DHA und EPA) täglich 200 mg DHA eingenommen werden.

  • Femibion® ist ein Nahrungsergänzungsmittel und kein Ersatz für eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung und gesunde Lebensweise.
  • Metafolin® ist eine eingetragene Marke der Merck KGaA, Darmstadt, Deutschland, die unter Lizenz verwendet wird.